Liturgische Nacht 2019, Gründonnerstag, Katholische Kirche St. Kosmas und Damian, Untergrombach

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Impulsabend am 29.3.2019 um 19.30 h im Gemeindezentrum St. Michael, Untergrombach

Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. (Hebr 4,12)

Lightkeeper (Band 2)

Auf dem Weg zurück nach Galiläa kommen Jesus und seine Jünger am Jakobsbrunnen in Samaria vorbei und machen dort Rast. Während die Jünger Essen in der Stadt besorgen kommt eine Samariterin an den Brunnen wo Jesus sitzt. Während sie Wasser schöpft spricht Jesus sie an: „Gib mir zu trinken!“ Unerhört! Jesus, ein Jude, spricht mit einer Frau aus diesem verachteten Volk. Aber natürlich geht es dabei gar nicht um sie oder ihre Herkunft, wie sich aus dem weiteren Gespräch herausstellt.

„Ein Mensch kann sich nichts nehmen, es sei denn, es ist ihm vom Himmel gegeben.“ (Joh 3,27)

Noch ist Johannes der Täufer unterwegs und predigt und tauft. Nun kommt aber auch Jesus in sein Gebiet und tauft auch. Den Jüngern von Johannes gefällt das nicht, denn Jesus zieht mehr Menschen an.

„Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.“ (Joh 3, 5+6)

Nikodemus, ein sehr frommer Pharisäer, kommt – beeindruckt von all den Zeichen und Wundern – nachts zu Jesus und schleimt, indem er ein Lippenbekenntnis über Jesu göttliche Herkunft lobhudelt. Jesus durchschaut ihn und sagt ihm frei heraus, dass diese gespielte Frömmigkeit nicht genügen wird um das Reich Gottes zu sehen. Dafür müsse er neu geboren werden. Wieder sperrt Jesus die Gelehrten ganz bewusst aus. Nikodemus hat keine Ahnung was Jesus meint und ist total verwirrt.

Beim Passahfest zieht Jesus mit seinen Jüngern hinauf zu Tempel nach Jerusalem. Alle Juden, die körperlich dazu in der Lage waren oder von Angehörigen mitgenommen wurden, pilgerten zumindest zu diesem Fest nach Jerusalem, um ihrem Gott zu opfern. Um die Anreise nicht unnötig schwer zu gestalten, wurden jedoch die Opfertiere erst im Tempel eingekauft. Die Tempeldiener hatten daraus längst ein Geschäftsmodell entwickelt und Händler im Tempelbezirk zugelassen, die alles für das schnelle Opfer zum Kauf anboten – Opfer to Go!

„Du lässt Gras wachsen für das Vieh und Pflanzen, dass sie dem Menschen dienen, damit er Nahrung hervorbringe aus der Erde; und damit der Wein das Herz des Menschen erfreue, und das Angesicht glänzend werde vom Öl, und damit Brot das Herz des Menschen stärke.“ (Ps 104,14+15)

Heute ist Jesus zu Gast auf einer Hochzeit. Der Bräutigam hat schlecht geplant und der Wein geht aus. Maria, die Mutter Jesu, weiß, wie mächtig ihr Sohn ist und bittet ihn zu helfen.

„Kommt und seht!“ (Joh 1, 39)

Johannes weiß, dass sein Werk nun bald vollendet ist. Am Tag nach dieser Rede blickt er in Richtung Jesus, als dieser vorübergeht, und erklärt den beiden Jüngern, die gerade bei ihm stehen: „Siehe, das Lamm Gottes!“ Die beiden haben verstanden und folgen nun Jesus. So funktioniert Glaube: Du hörst das Wort und du folgst.

Nach einem Tag mit ihrem Rabbi sind sie nicht mehr zu bremsen. Nun holen sie aus ihrem Familien- und Freundeskreis weitere Personen zu Jesus. Glaube steckt an.

Die ersten Jünger die Jesus folgen sind: Andreas, Philippus, Simon (Kephas, Petrus), Nathanel.

Am Ende dieses ersten Kapitels nimmt Jesus erstmals Bezug auf die Prophezeiungen im Alten Testament:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Künftig werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen!“ (Joh 1, 51)

Damit nimmt er Bezug auf den Traum Jakobs „Und er hatte einen Traum; und siehe, eine Leiter war auf die Erde gestellt, die reichte mit der Spitze bis an den Himmel. Und siehe, auf ihr stiegen die Engel Gottes auf und nieder.“ (Gen 28,12)

Jesus gibt sich zu erkennen als diese Leiter. Bisher war der Himmel für die Menschen verschlossen. Eine Verbindung gab es nur im Traum Jakobs. Jesus öffnet ihn nun wirklich. Himmel und Erde werden in Christus vereint.

Joh 1, 35-51 >>

„Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen, und an deine Sünden will ich nie mehr gedenken!“ (Jes 43,25)

Wer ist Johannes der Täufer und was will er? Davon erzählt dieses Kapitel. Johannes war nicht unbemerkt geblieben bei den Schriftgelehrten und Pharisäern. Da in jener Zeit viele Propheten durchs Land zogen, deutet das von einem starken Auftreten mit einer deutlichen, klaren Sprache. Johannes predigte und taufte mit der Kraft und der Vollmacht Gottes. Als die Gelehrten ihm die obige Frage stellten war er in seiner Antwort ebenso klar, wie in seiner Verkündigung: Ich bin nicht der Messias. Ich bin der, der ihm vorausgeht. Ich taufe mit nur Wasser, aber der, der mit Heiligem Geist taufen wird ist schon unter euch.

Er erklärt auch, wer der Messias ist: Er ist ewig („der nach mir kommt, ist schon vor mir gewesen“) und er wird als das wahre Opferlamm die Sünde der Welt tragen. Gott hatte ihm gesagt, woran er den Christus erkennen würde, wenn er ihn tauft. Darum weiß er, dass er schon da ist und sein Werk der Erlösung bereits begonnen hat. Kein Mensch ist ewig, kein Mensch kann die Sünden anderer tragen – mit seiner Beschreibung des Messias sagt Johannes: Gott selbst kommt in der Gestalt des Messias. Gott macht Frieden mit seinen Kindern.

Joh 1, 19-34 >>

„Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.“ (Gen 1,1-3)

Ich empfehle hier, wirklich zuerst die ersten 18 Verse des Evangeliums zu lesen!

Joh 1, 1-18 >>

Johannes verknüpft seine Verkündigung nicht mit dem Stammbaum von Jesus, sondern zeigt gleich zu Beginn dessen göttliche Herkunft auf. Jesus, obwohl als Mensch unter Menschen, ist kein Geschöpf, ist also nicht geschaffen.

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott“ (Joh 1,1)

Die vier Evangelien sind an unterschiedliche Gruppen gerichtet. Die beiden ältesten, Matthäus und Markus, verkündeten die Frohe Botschaft primär an die Juden. Daher steht bei ihnen der Stammbaum Jesu ganz weit vorne. Juden kannten die Tora von Kindesbeinen an auswendig und wussten daher, dass der Messias von der Blutlinie Davids abstammen würde. David war König der Israeliten, daher war für die Juden klar, der Messias würde ein König sein. Dabei übersahen sie aber, dass David als Hirte, also ziemlich unbedeutend, angefangen hatte. Um die göttliche Vollmacht Jesu darzustellen war es nötig, dass die Wunder einen zentralen Platz in der Erzählung einnahmen.

Im letzten Kapitel sehen die Männer des Stammes Manasse die Felle davon schwimmen. Die Töchter Zelophachs hatten ja ebenfalls einen Erbteil zugesichert bekommen, weil es keine männlichen Erben gab. Wenn nun diese Frauen aber einen Mann aus einem anderen Stamm heiraten würden, so würde ja deren Land an den anderen Stamm fallen. Das Erbteil des Stammes Manasse würde so nachträglich kleiner werden. Kurz: Die Nachkommen von Manasse gönnen ihren Brüdern aus den anderen Stämmen nicht die Butter auf dem Brot.

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