Gott und ich

Danket dem Herrn, denn er ist gütig, denn seine Huld währt ewig. Wer kann die großen Taten des Herrn erzählen, all seinen Ruhm verkünden?

Wohl denen, die das Recht bewahren, und zu jeder Zeit tun, was gerecht ist. Denk an mich Herr, aus Liebe zu deinem Volk, such mich auf und bring mir Hilfe!

Lass mich das Glück deiner Erwählten schauen, an der Freude deines Volkes mich freuen, damit ich gemeinsam mit deinem Erbe mich rühmen kann.

Psalm 106, 1 - 5

So viele Bilder. Wie soll ein einzelner Mensch diese zu einer Geschichte zusammenfügen?

Dies ist die Art, wie Gott zu mir spricht. Er tut dies nicht in mächtigen Worten oder Visionen; es sind Geschichten erzählende Bilder in meinem Kopf. Bilder, die mich nicht loslassen, bis ich die Geschichte erzählt habe. Das erste Bild, eine Geschichte von der Vertreibung aus dem Paradies, habe ich über 30 Jahre mit mir herumgetragen. Sie tauchte immer wieder auf, beschäftigte mich, änderte geringfügig ihr ursprüngliche Aussage ohne dabei die Grundaussage „Was immer Gott für die Menschen entschied, er tat es nie um sie zu bestrafen, sondern um die Dinge wieder zu ordnen, die durch sie in Unordnung geraten waren“ anzutasten (Anmerkung: Es steht dabei außer Frage, dass diese Momente von den Menschen als Strafe Gottes empfunden wurden, denn wenn Gott eingreifen muss, sind seine Maßnahmen radikal und kompromisslos). Jetzt habe ich dieses Bild wieder aufgegriffen, erfülle den Willen Gottes und lasse mich von ihm durch das 1. Buch Moses führen und schreibe über die Bilder, die er mir zeigt.

Es ist ein Prozess, in dem Gott Besitz ergreift, aber es ist keine feindliche Übernahme – es ist ein Zusammenleben, ständige Gemeinschaft haben.

Heute Morgen während meiner Andacht sprach Gott zu mir[1]. Er sagte: „Ich habe dir in den letzten Jahren viele Bilder zum Thema ‚nach meinem Bilde geschaffen‘ geschickt. Es ist Zeit diese in einem Text zusammenzufügen. Hab keine Furcht, du hast im Heiligen Geist, durch den ich immer bei dir bin, den besten Ghost-Writer auf dem Markt.“

Eine etwas andere Betrachtung der Schöpfungsgeschichte

War gestern mal wieder so ne Nacht. Ich war vor dem Fernseher eingeschlafen und als ich denn die Glotze ausschaltete und ins Bett ging, bekam ich kein Auge mehr zu. Nach einer knappen Stunde wurde mir die Sache zu blöd und ich kehrte zum Fernseher zurück. Wie es der Zufall so wollte, lief bei ARD Alpha „Alpha-Centauri für Schlaflose“. Gehört zu meinen Lieblingsreihen, also blieb ich da …

Es gibt diese Momente, da ist Gott näher als sonst. Da streckt er seinen Arm aus und greift nach mir. Dann hat ein Gedanke, den ich zuvor schon dutzende Male hatte plötzlich eine überwältigende Kraft. Vorhin war solch ein Moment und ich verwende jetzt einfach mal die Formulierung „Gott sprach zu mir“, wenn ich damit sagen will, dass die nachfolgenden Worte plötzlich da waren, nebst dem unbezwingbaren Drang sie aufzuschreiben.

Auf diesem Gebiet tobt – auch wenn es keiner zugeben würde – ein gewaltiger Kampf unter den Christen. Gnaden-Prediger verkünden nach den Briefen von Paulus, dass Christen nur durch den Glauben an den auferstandenen Christus vor Gott gerechtfertigt sind und nicht mehr unter dem Gesetz stehen. Und sie gehen dabei noch weiter indem sie davor warnen, sich durch Leben nach dem Gesetz die Gnade verdienen zu wollen: Du kannst nichts aus eigener Kraft tun, um vor Gott gerechtfertigt zu sein. Wenn du versuchst nach dem Gesetz zu leben verhöhnst du den Opfertod Jesu, der durch Tod und Auferstehung das Gesetz ein für allemal erfüllt hat. Dann weist du das Gnaden-Geschenk Gottes zurück, was an Gotteslästerung grenzt! - Dies kann ebenfalls direkt aus den Paulus-Briefen abgeleitet werden.

Gott liebt dich. Schon in der Schöpfungsgeschichte erzählt uns sein Heiliger Geist, wie die gesamte Schöpfung als Mittel zum Zweck konzipiert ist. Die Geschichte selbst mag älter sein als unser gemeinsamer und wechselvoller Weg mit Gott ja teilweise sogar heidnischen Ursprungs sein doch sie ist nur Mittel und Gott nutzt, was geeignet ist.

Ich bin privilegiert. Gott hat mir zwar einen schwachen Körper gegeben, damit ich nicht hochmütig werde und finanziell kann ich auch keine weiten Sprünge machen, so dass Prasserei von vorneherein ausgeschlossen ist – aber er gab mir einen wachen Verstand und er gab mir die Macht über das Wort, also die Sprache und er gab mir die Freude daran beides zu nutzen. Außerdem hat er mich auf einen Punkt der Erde gesetzt, wo ich nicht Tag und Nacht ums nackte Überleben kämpfen muss, so dass ich auch Gelegenheit habe, die mir gegebenen Talente zu gebrauchen.

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